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Anamur -Anamur ist Mersins westlichster Landkreis

Die meisten Bananen der Türkei kommen aus diesem Gebiet. Die „Anamur-Banane“ ist bekannt für ihren lieblichen Duft. In den letzten Jahren entwickelte sich die Stadt zu einem touristischen Anziehungspunkt. Anamur ist mit ihrem langen und breiten Strand, dem sauberen Meer, ihrem Geschichtsreichtum, ihren Höhlen und der besonderen Architektur ihrer Häuser ein vielseitiges Zentrum für Touristen.

Die antike Stadt Anemurium (Anemurion)
Das Gebiet um die Ruinen am Kap von Anamur breitet sich auf einer ziemlich großen Fläche aus. In den schriftlichen Quellen vom 4. Jahrhundert v. Chr. wird sie als Hafenstadt erwähnt. Es ist jedoch bekannt, dass sie schon in älteren Zeiten besiedelt war. Wir haben Informationen, dass sie im 8. Jahrhundert v. Chr. unter assyrischer Herrschaft stand. Später kam sie in den Einflussbereich des persischen Reiches, das große Teile Anatoliens beherrschte. Im Jahre 322 v. Chr. eroberten die Seleukiden das Gebiet. Zur Zeit des römischen Reiches übergab Kaiser Caligula das Gebiet Antiochos dem Vierten, König von Kommagene (38-72 v. Chr.). Antiochos ließ im Namen der Stadt Münzen prägen. Kommagenes Herrschaft währte bis zur Zeit des römischen Kaisers Valerianus (253-260 n. Chr.).

Man nimmt an, dass das Wort Anamur aus dem griechischen „anemos“ stammt, was „der windige Ort“ bedeutet.

Auch Anamur teilte das Schicksal aller, durch den Meereshandel reich gewordenen Mittelmeer- Häfen: es blieb von der Piraterie nicht verschont. Zusätzlich wurde die Stadt von den im Taurus-Gebirge ansässigen Stämmen vom Land her bedroht. So sahen sich die römischen Legionäre gezwungen, im Jahre 382 n. Chr. gegen diese Überfälle neue Festungsmauern um die Stadt herum zu errichten.

Spuren einer großen Stadt
Neben dem Kiosk am Eingang der Ruinen gibt es einen Parkplatz. Die weitere Tour wird von hier aus zu Fuss bewältigt. Die Küste der antiken Stadt bietet einen der besten Badestrände der Gegend. Auch heute wird er frequentiert. Die antiken Überreste beginnen gleich am Sandstrand und erstrecken sich bis hin zu den Abhängen.

Die meisten der noch stehenden Gebäude der Ruinenstadt datieren aus dem ersten Jahrhundert n. Chr.

Man kann die Stadt Anamur in eine obere und eine untere aufteilen. Die am Meer gelegene untere Stadt bietet neben imposanten Festungsmauern, ein unfertiges Theater (4. Jahrhundert n. Chr.), das Odeon (Konzertsaal, 2. Jahrhundert), eine Palästra, diverse Aquadukte, Kirchen und Badehäuser. Die in der Kirche der Nekropole und in den anderen Gebäuden gefundenen Mosaiken sind im Museum ausgestellt.

In der sich bis zu den Abhängen erstreckenden Oberen Stadt findet man an die 350 für die Region typischen zweistöckigen, mit wiegenförmigen, konkaven Deckeln versehenen Grabmale und Ähnliches, wie sie sonst nirgendwo in Anatolien vorkommen.

Die Reste der Stadt auf dem leicht abfalleden Gelände nordöstlich des Kaps von Anamur stammen aus der römisch-byzantinischen Zeit. Das römische kleine Stadt-Zentrum endet an einer schrägen Mauer am südlichen Kap.

Man nimmt an, dass sich das hellenistische Siedlungszentrum auf den Felsen des Kaps befand. Indessen besitzen wir kaum Werke aus dieser Zeit. Aus dem Kamm des oberen Felsens hat man einen quadratischen hellenistischen Turm ausgegraben. Auch sind einige frührömische Stadt-Teile durch Bauten zerstört worden , die man im Mittelalter darauf errichtet hatte.

Bis heute hat man weder innerhalb der Stadt noch in der Akropolis, die man auf dem Kap vermutet, die Lokalitäten der Tempel herausfinden können.

Der Wasserbedarf der Stadt wurde zur Römerzeit durch einen Kanal gesichert. Der Kanal leitete das Wasser aus dem Tal nahe des Dorfes Nasrettin bis zum Rücken des Kaps im Osten der Stadt. Ein zweiter Kanal schlängelte sich im 3. Jahrhundert n. Chr. tief gelegen entlang des Kammes und erreichte lediglich die unteren Teile der Stadt.

Das Gebiet für die Gräber war durch eine Straße vom Besiedlungsraum getrennt. Die aus der Zeit des Reiches stammenden ältesten „Grab-Häuser“ bestehen aus Schottersteinen. Sie sind einfach gebaut, stehen einzeln und sind mit konkaven wiegenförmigen Deckeln und mit Stufen versehen.

Die am Ende des 4. Jahrhunderts einsetzende erneute Blütezeit der Stadt erkennt man an den Kirchen, die ab Beginn des 5. Jahrhunderts in die Siedlungsgebiete gebaut wurden. Drei von den vier Kirchen befinden sich im neuen Siedlungsgebiet. Die heiligen Bauten weisen eine Basilika, einen Narthex. und 2 Seitenräume auf. Ihre Böden sind mit Mosaiken und Inschriften bedeckt.

Am Ende des 4. und ab Mitte des 5. Jahrhunderts wurden in der Stadt zwei weitere Badehäuser errichtet. Anhand einiger archäologischer Feststellungen können wir rekonstruieren, dass im 6. Jahrhundert eine Dürreperiode begann, die bis zum 7. Jahrhundert andauerte und dazu führte, dass das Gebiet im 8. Jahrhundert aufgegeben wurde.

Die Mamure - (Mamuriye) Burg
Die Mamure-Burg, die als Wahrzeichen Anamurs gilt, befindet sich an der Straße Richtung Mersin, auf der See-Seite und ist 8 km vom Zentrum des Landkreises entfernt.

Die in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. von den Römern erbaute Burg, wurde im Laufe ihrer langen Geschichte wiederholt restauriert. Aus diesem Grunde ist sie bis zum heutigen Tage sehr gut erhalten geblieben. Die Burg besteht aus zwei Hauptteilen. Um sie dem Gelände anzupassen, hatte man sie nierenförmig geplant. Die Burg wird durch eine doppelte Festungsmauer umrundet. Von ihren insgesamt 39 Festungstürmen sind 4 von erheblichem Umfang. Innerhalb des großen östlichen Festungsturmes in Richtung Meer befindet sich ein 22 m hoher Wachtturm. Auf der marmornen Inschrift des Wachtturmes steht, dass Ibrahim Bey, aus dem Geschlecht der Karamanoğlu, die Burg restaurieren ließ. Während dieser Restaurierung in den Jahren 1300-1308 wurde in die Burg auch eine Moschee gebaut. In die Moschee gelangt man durch eine unter einem niedrigen Bogen befindliche Steintür. Der Mittelpunkt des Bauwerkes ist ein Kuppelbau. Die Wände bestehen aus Steinblöcken und gebrannten Ziegeln.

Gegenüber der Straße befindet sich ein türkisches Hamam. Auch wenn der Eingangsbereich des Badehauses zerfallen ist, sind Abkühlungs-, Hitze- und Wärmeräume erhalten geblieben. Das Hamam ist ein kleines Bauwerk. Es ist mit Holz-Querbalken und Schottersteinen errichtet worden. Der Übergang zum Kuppelbau wurde mit Hilfe von Pendentivs gewährleistet. Ehemals an den Wänden vorhandene Ornamente und schmückendes Beiwerk verschwanden im Zuge der Restaurationen.

Während man die Burg erkundet, kann man zu den Wehrtürmen hochsteigen und auf den Festungsmauern entlanggehen.


 


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